Uralte Altöttinger Hofdult feierte Jubiläum

Originale Dult-Urkunde von 1383 mit Siegel im Stadtarchiv Neuötting
Dult-Urkunde 1383 © FOTO STRAUSS

„Wir Fridreich von gotes genaden Pfallenzgrafe bey rein und hertzog in Beyern Bekennen und tun chunt ...“ lautet der Beginn jener Urkunde, mit der Friedrich Pfalzgraf von Rhein und Herzog von Bayern 1383 das bereits bestehende Marktrecht auf 8 Tage verlängert. Aus dem ursprünglich kirchlichen Fest entstand eine Veranstaltung, die zunehmend kommerziellen Charakter annahm. Über Jahrhunderte hinweg wird auf dem heutigen Kapellplatz ein fröhliches Markttreiben veranstaltet, das später noch mit Pferde- und Hornviehmärkten sowie im 18. Jahrhundert mit einem Pferderennen ergänzt wurde. Dieses farbenfrohe Treiben der Hofdult mit Gesangsflöten, Zauberapparaten, Schuhen und Schirmen, Brot, Fleisch, Obst und Getränken und auch „der schwersten kolossalsten Riesendame der Welt“ führte immer mehr zu Lärm- und Geruchsbelästigungen, die sich sehr störend auf die Wallfahrt und deren Umfeld auswirkte.1881 gingen die gesamten Dultrechte mit dem Besitz der Buden vom Staat an die Gemeinde über. Und 1897 endlich konnte die Dult auf ein Grundstück der Stadt an der Burghauser Straße verlegt werden. Deo gratias! Nun ist die Hofdult schon seit über 110 Jahren an der Burghauser Straße beheimatet und zieht Besucher aus der gesamten Region an.

Erzbischof von Salzburg

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Hofdultplan von 1747

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Pferderennen von 1866

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Hofdultpläne von Lehner

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